News

Neue Welpen- und Junghundekurse ab 01. 12.2014. Bitte bei Interesse melden
PDF Drucken

 

Über mich und meine Philosophie


Mit Hunden in der Familie bin ich aufgewachsen. Ich kann mich an keinen Lebensabschnitt erinnern, an dem nicht wenigstens ein Hund unser Familienleben bereicherte, in der Regel waren es aber zwei und mehr. Es gab eine Zeit, da teilten wir Haus und Garten mit 3 Deutsch Drahthaar Hündinnen, einer Schäferhündin und einem Berner Sennenhund. Waren es anfangs "nur Familienbegleithunde", abgesehen von den Jagdhunden, so beschäftige ich mich seit vielen Jahren mit der praktischen Ausbildung von Hunden im Hundesport, in den letzten Jahren verstärkt in der Turniersportart Obedience. Mein hauptberuflicher Begleithund ist zur Zeit Dragon vom Nordsturm, ein DS. Selbstverständlich habe ich mich in den vergangenen Jahren immer weitergebildet und zahlreiche Seminare bei anerkannten Kynologen besucht. Insbesondere verfolge ich die neuesten Erkenntnisse aus Disziplinen wie der Verhaltensforschung und der Psychologie. Seit über 20 Jahren ist hier nachgewiesen, dass Zwang, Schmerzen, Angst, Erschrecken und so weiter bei der Hundeausbildung überflüssig sind. Es gibt inzwischen Unmengen Literatur darüber, wie man Ausbildunsziele ohne dem Zufügen von Schmerzen erreicht. Es herrscht also keinen Informationsmangel zu Trainingsmethoden mehr  und Hundetrainer arbeiten mit der Methode, mit der sie sich am wohlsten fühlen.


baerbel


Ich stehe für ein Training, das dem Hund ermöglicht, angst- und möglichst stressfrei, das von uns erwünschte Verhalten zu erlernen. Sei es das angepasste Verhalten zu Hause und in der Öffentlichkeit oder einer komplexeren Übung, wie beispielsweise dem Richtungsapport im Obedience. Aus diesem Grund habe ich mich bei der Erziehung und Ausbildung meiner Hunde vor langer Zeit für den Weg der positiven Verstärkung entschieden. Für die Richtigkeit dieser Lernform gibt es reichlich überzeugende und wissenschaftliche Beweise. Sie ist nicht nur absolut "nebenwirkungsfrei", sondern hat sich auch als besonders effektiv erwiesen.  Auch unter schwierigen Bedingungen ist die Abrufbarkeit von erlentem Verhalten mittelfristig in aller Regel ausgezeichnet. Die Hunde entwickeln nämlich eine hervorragende Grundeinstellung zum "Gehorchen" und zu ihren Menschen, die dann auch in schwierigen Situationen sehr weit trägt.

Deshalb ist es völlig unangebracht, dass ein Training über positive Verstärkung häufig mit den Begriffen "Futterautomat, Wattebauschwerfer oder sogar Disziplinlosigkeit" bezeichnet wird.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen:

Ausbildung über positive Verstärkung heisst: Die Konzentration auf erwünschtes Verhalten. Mit Hilfe vielfältigen und unterschiedlichen Belohnungen dieses Verhalten "verstärken",  bis es der Hund erlernt hat. Wenn die Aufgabe, das Verhalten vom Hund erlernt ist, d. h. es ist überall "abrufbar" , muss er nicht mehr jedesmal, z. B. Futter, bekommen. Häufig reicht es bei einfachen Aufgaben aus, die echte Belohnung durch Lob zu ersetzen und nur noch ab und zu bei schwierigeren Aufgaben die ursprüngliche Belohnung zu geben.

Positive Verstärkung heisst also nicht:  Ein Leben lang als Futterautomat herum zu laufen, den Hund zu bestechen oder den Hund zu vermenschlichen.

Möchte man sich die gesamte Bandbreite dieser Lernform zu eigen machen, muss man sich mit  dem Lernverhalten aber auch den Bedürfnissen des Hundes auseinander setzen. Und das ist tatsächlich anspruchsvoller als ein paar Regeln zur Rangordnung zu befolgen und hundliches Verhalten über Einschüchterungs- und Strafmaßnahmen zu unterdrücken. So wie sich die westliche Gesellschaft entwickelt, wird auch früher oder später der Einsatz von Würge- und Stachelhalsbändern bei der Hundeerziehung und Ausbildung, wie inzwischen schon das Elektroreizgerät, gesetzwidrig sein. Und ich bin ganz gespannt, wer bei diesem Thema der letzte sein will, der sich dagegen wehrt.

 

 

"Wir sind es gewohnt, dass Menschen dass verhöhnen, dass sie nicht verstehen". Goethe